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„Meine Bitte an alle Betroffenen: informiert euch! Ganz wichtig! In alle Richtungen ... Auch andere Betroffene befragen, um die bestmögliche Unterstützung im Verlauf der Krankheit zu erhalten. Und: Love yourself!“Alexandra, 48,
Diagnose Eierstockkrebs November 2016,
Hessen

Feingewebliche Untersuchung bringt Klarheit

Wie wird Eierstockkrebs diagnostiziert?

Wenn bei Ihnen der Verdacht auf Eierstockkrebs besteht, wird der Frauenarzt zunächst eine ausführliche Untersuchung (das Abtasten der inneren Geschlechtsorgane von der Scheide aus oder von außen über die Bauchdecke) durchführen und nach den aktuellen Beschwerden der medizinischen Vorgeschichte und möglichen Risikofaktoren fragen. Möglicherweise veranlasst der Arzt auch eine Blutuntersuchung, in der das Blut u. a. auf sogenannte Tumormarker untersucht wird. Erhöhte Werte können auf eine Krebserkrankung hinweisen.

Bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung wird eine spezielle Ultraschallsonde in die Scheide eingeführt, sodass die Geschlechtsorgane und speziell die Eierstöcke beurteilt werden können. Allerdings muss ein Tumor am Eierstock eine gewisse Größe erreicht haben, damit er mit Hilfe des transvaginalen Ultraschalls nachgewiesen werden kann.

Manchmal können weitere bildgebende Untersuchungen wie eine Computertomografie (CT), eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) sinnvoll sein. Beispielsweise dann, wenn die Ausdehnung eines Tumors im Becken- oder Bauchraum beurteilt oder eine andere Erkrankung ausgeschlossen werden soll.

Die Operation bringt Gewissheit

Für eine sichere Diagnose ist die feingewebliche Untersuchung des Tumors erforderlich. In der Regel wird die definitive Diagnose „Eierstockkrebs“ erst im Rahmen einer Operation gestellt. Meist kann der Operateur schon auf den ersten Blick erkennen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist. Denn bösartige Tumoren wachsen invasiv in benachbartes gesundes Gewebe hinein und zerstören es, während gutartige Tumoren gesundes Gewebe lediglich verdrängen.

Noch während der Operation untersucht ein Pathologe im sogenannten Schnellschnitt das Tumorgewebe unter dem Mikroskop. Bei dieser feingeweblichen Untersuchung wird die Diagnose gesichert und der Tumortyp festgestellt. Oft erfolgt im Rahmen dieser diagnostischen Operation auch gleich der erste Behandlungsschritt, etwa die Entfernung des Tumors und befallener Organe.

Ist ein Gentest sinnvoll?

Eine neue Entwicklung in der Tumordiagnostik ist die genetische Untersuchung von Tumorzellen. Auf diese Weise können verschiedene Subtypen von Eierstockkrebs mit unterschiedlichen genetischen Mustern unterschieden werden – in der Hoffnung, diese spezifisch behandeln zu können.

Beispielhafte Darstellung für eine Spiegel-/Tastuntersuchung Beispielhafte Darstellung für einen Ultraschall Beispielhafte Darstellung für MRT/CT/PET Beispielhafte Darstellung eines Gentests im Labor Beispielhafte Darstellung einer diagnostischen Operation

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