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„Für mich war es sehr hilfreich, dass mein Umfeld mich getragen hat und mich so angenommen hat, wie ich mich fühlte und ohne Haare aussah.“Gesina, 57,
Diagnose Eierstockkrebs Oktober 2016,
Schleswig-Holstein

Meist Operation plus Chemotherapie

Wie wird Eierstockkrebs behandelt?

Eine Operation ist bei Eierstockkrebs die erste und wichtigste Therapiemaßnahme. Sie verfolgt drei Ziele:

  1. Sicherung der Diagnose (eine Gewebeprobe wird während der Operation entnommen und i. d. R. nach der Schnellschnitt-Methode unter dem Mikroskop untersucht, um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen bösartigen Tumor handelt und welcher Tumortyp vorliegt)
  2. Feststellung, wo genau sich der Tumor befindet und wie weit er sich ausgebreitet hat
  3. Möglichst vollständige Entfernung des Tumors

Bei der operativen Behandlung des Eierstockkrebses werden die Gebärmutter, beide Eierstöcke und Eileiter, das sogenannte große Netz – damit bezeichnet man das Fettgehänge des queren Dickdarms, das die Bauchdecke von den inneren Organen trennt – und häufig Lymphknoten entfernt. Unter Umständen ist es notwendig, zusätzlich den Blinddarm zu entfernen oder auch Darmanteile, wenn diese mit befallen sind. Manchmal muss sogar vorübergehend ein künstlicher Darmausgang angelegt werden.

Die Risiken der Operation betreffen vor allem die Nachbarorgane Blase, Darm, Harnleiter und die Blutgefäße. In einem Aufklärungsgespräch wird erläutert, welche Nebenwirkungen auftreten können und was Sie als Patientin dagegen tun können.

Manchmal können bei der Operation nicht alle Krebszellen entfernt werden – entweder weil bereits einige über die Lymph- oder Blutbahn im Körper verstreut sind oder weil sich bereits Tochtergeschwülste in entfernten Organen gebildet haben. Aber auch wenn sich alles erkennbar bösartig veränderte Gewebe entfernen ließe, erfolgt anschließend bei den meisten Patientinnen i. d. R. eine Chemotherapie, um eventuell im Körper verbliebene Krebszellen zu zerstören.

Nur wenn sich der Tumor in einem ganz frühen Stadium befindet, kann manchmal auf eine Chemotherapie verzichtet werden. In bestimmten Fällen kann zusätzlich eine weitere Therapie, z. B. mit einem Antikörper (Immuntherapie), erwogen werden.

Wenn der Tumor nach der Erstbehandlung wiederkehrt, stehen weitere Therapieoptionen zur Verfügung.

Eine Strahlentherapie kommt bei Eierstockkrebs nur sehr selten zum Einsatz.

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Quellen:

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