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„Meine Bitte an alle Betroffenen: informiert euch! Ganz wichtig! In alle Richtungen ... Auch andere Betroffene befragen, um die bestmögliche Unterstützung im Verlauf der Krankheit zu erhalten. Und: Love yourself!“Alexandra, 48,
Diagnose Eierstockkrebs November 2016,
Hessen

Ausgangspunkt sind unterschiedliche Gewebe

Welche Arten von Eierstockkrebs gibt es?

Eierstocktumor ist nicht gleich Eierstocktumor. Denn der Eierstock setzt sich aus verschiedenen Gewebearten und Zelltypen zusammen, die alle Ausgangspunkt für eine Krebsentwicklung sein können. Daher gibt es unterschiedliche Arten von Eierstockkrebs.

Rund 90 % der bösartigen Eierstocktumoren sind epitheliale Tumoren, die man auch als Ovarialkarzinome bezeichnet. Sie entstehen im obersten Deckgewebe des Eierstocks, dem Epithel. Ärzte teilen diese Karzinome anhand bestimmter Zell- und Gewebsmerkmale in verschiedene Untergruppen ein.

Deutlich seltener als Ovarialkarzinome sind die sogenannten Keimstrangstromatumoren, die vom Stützgewebe im Mark des Eierstocks ausgehen.
Bei ungefähr 5 von 100 bösartigen Eierstocktumoren handelt es sich um einen Keimstrangstromatumor. Mehr als die Hälfte der betroffenen Frauen ist älter als 50 Jahre.
Diese malignen Tumoren bilden häufig Hormone und können schon in einem frühen Stadium durch Symptome auf sich aufmerksam machen. Von Keimstrangstromatumoren sind meist Frauen in den Wechseljahren betroffen. Bildet der Tumor Östrogene, fällt den Frauen oft durch vaginale Blutungen auf, dass etwas nicht in Ordnung ist. So kann eine frühe Diagnosestellung möglich sein.

Bei ungefähr jedem zwanzigsten bösartigen Eierstockkrebs handelt es sich um einen Keimzelltumor. Keimzelltumoren entstehen aus einer entarteten reifen Eizelle. Von diesem bösartigen Eierstocktumor sind meist Frauen im jungen und mittleren Alter betroffen.

Borderlinetumoren nehmen eine Sonderstellung ein. Sie gehören zwar zu den epithelialen Eierstocktumoren, doch können sie nicht eindeutig als gut- oder bösartig eingestuft werden. Zwar weisen Borderlinetumoren Zell- und Gewebeveränderungen auf, doch wachsen sie weniger aggressiv und der Verlauf der Erkrankung ist deutlich günstiger als bei einem bösartigen Ovarialtumor.

Bauchfell- und Eileiterkarzinom

Karzinome des Eileiters und des Bauchfells weisen eine sehr ähnliche Tumorbiologie wie das Eierstockkarzinom auf. Daher werden sie genauso wie das Eierstockkarzinom behandelt.

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