„Krebs ist
nicht nur
negativ,
so gibt es auch viele
positive Eigenschaften,
neue Freundschatfen,
alte aussortieren, das
Leben neu, bzw. anders
organisieren.“
Manuela, 46,
Diagnose Eierstockkrebs Februar 2016,
Schleswig-Holstein

Regelmäßig zur Kontrolle gehen

Wie wird die Nachsorge organisiert?

Allen Frauen, die an Eierstockkrebs erkrankt sind, wird nach Abschluss der Ersttherapie (meist Operation und Chemotherapie) ein Nachsorgeprogramm angeboten. Die Nachsorge versteht sich als Begleitung der Patientin und hat folgende Ziele:

  • Erkennen von Nebenwirkungen oder Spätfolgen der Behandlung
  • Psychosoziale Mitbetreuung, z. B. bei seelischer Belastung oder wenn sozialrechtliche Fragen bestehen
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Beobachtung des Erkrankungsverlaufs, frühzeitige Erkennung eines eventuellen Rezidivs (Wiederauftreten des Tumors)

Unabhängig davon, ob der Tumor in einem frühen oder fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert und behandelt wurde, sollte jede Patientin die Nachsorgetermine regelmäßig wahrnehmen – auch wenn diese Kontrollen mit einem „bangen“ Gefühl oder Sorgen verbunden sind. Wenn der Arzt keine Auffälligkeiten feststellt, ist dieses sehr entlastend. Sollte sich ein auffälliger Befund ergeben, können bei frühzeitiger Diagnose die vorhandenen medizinischen Möglichkeiten optimal genutzt werden.

Was erwartet mich bei der Kontrolluntersuchung?

Bei den Nachsorgeterminen befragt der Arzt Sie zu Ihrem Befinden und führt eine gynäkologische Spiegel- und Tastuntersuchung durch. Zusätzlich erfolgen eine Tastuntersuchung des Enddarms und eine vaginale Sonographie. Weitere apparative Untersuchungen oder die Bestimmung von Tumormarkern sind nicht erforderlich – außer wenn entsprechende Beschwerden vorliegen.

Wie oft finden die Nachsorgetermine statt?

Das richtet sich nach dem Krankheitsverlauf und den damit im Zusammenhang stehenden Anforderungen. Die Nachsorgetermine werden vom Arzt individuell festgelegt.

In vielen Behandlungszentren finden die Kontrolltermine in den ersten drei Jahren alle 10 bis 12 Wochen statt, anschließend je nach Situation alle 6 Monate. Allgemein wird empfohlen, die Untersuchungen ab dem 5. Jahr einmal jährlich durchzuführen.

Die Nachsorge sollte über mindestens 5 Jahre erfolgen, optimalerweise aber lebenslang, da in seltenen Fällen ein so genanntes Spätrezidiv auftreten kann. Vereinbaren Sie bei jedem Nachsorgetermin am besten gleich den folgenden, damit Sie die Untersuchungsintervalle einhalten.

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