„Meine Bitte an alle
Betroffenen: informiert
euch! Ganz wichtig!
In alle Richtungen…
Auch andere
Betroffene befragen
um die bestmögliche
Unterstützung im Verlauf
der Krankheit zu erhalten. Und: Love yourself!“
Alexandra, 48,
Diagnose Eierstockkrebs November 2016,
Hessen

Finanzielle und soziale Notlagen verhindern

Welche Sozialleistungen stehen Krebspatienten zu?

Menschen, die an Krebs erkrankt sind, müssen sich meist einer umfangreichen Behandlung unterziehen und können daher über längere Zeit nicht berufstätig sein. Damit Krebspatientinnen und ihre Familie nicht in eine finanzielle oder soziale Notlage geraten, ist es wichtig, sich über die eigenen Rechte zu informieren und die Sozialleistungen, die einem zustehen, dann auch zu nutzen.

Falls Sie an Krebs erkrankt sind, bereitet Ihnen wahrscheinlich nicht nur die Diagnose Sorgen. Vielleicht zerbrechen Sie sich auch den Kopf darüber, welche Behandlungskosten die Krankenversicherung übernimmt und was Sie selbst zahlen müssen, wer Ihre Kinder betreut, während Sie in der Klinik sind, und wie Sie finanziell über die Runden kommen, falls Sie längere Zeit nicht arbeiten können.

Wer sind die richtigen Ansprechpartner?

Erste Ansprechpartner für sozialrechtliche Fragen sind Ihr Hausarzt und die weiteren behandelnden Ärzte. Sie können Ihre Krankheitssituation und den Umfang der notwendigen weiteren Maßnahmen einschätzen. Und für verschiedene Maßnahmen wie Rehabilitation oder Versorgung zu Hause benötigen Sie ein Rezept oder eine Verordnung vom Arzt.

Im Krankenhaus gibt der Klinik-Sozialdienst Auskunft u.a. über die Regelungen zu Entgeltfortzahlungen durch den Arbeitgeber, zu Krankengeld, Übergangsgeld, Rente und weiteren Fragen. Der Sozialdienst hilft auch, wenn es darum geht, einen Antrag auf Rehabilitation oder auf Anerkennung einer Schwerbehinderung zu stellen. Lassen Sie sich in der Klinik über die Pflegekräfte oder den Arzt einen Termin beim Sozialdienst vermitteln und notieren Sie sich die Telefonnummer des Ansprechpartners beim Sozialdienst. So können Sie ihn auch später noch kontaktieren, wenn es um Fragen von Zuständigkeiten und Leistungen geht.

Auskunft durch Kranken- und Rentenversicherung oder Reha-Servicestellen

Neutrale sozialrechtliche Beratung

Patienten und ihre Familien können sich auch von verschiedenen unabhängigen Institutionen sozialrechtlich beraten lassen:

  • Krebsberatungsstellen beraten kostenfrei zu sozialrechtlichen Fragen oder nennen Ansprechpartner vor Ort. Adressen der Krebsberatungsstellen finden Sie im Internet unter www.krebsinformationsdienst.de.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät im gesetzlichen Auftrag zu gesundheitlichen und sozialrechtlichen Fragen. Näheres unter www.patientenberatung.de.
  • Das Infonetz Krebs der Deutschen Krebshilfe (DKH) bietet ebenfalls Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen. Zudem können Krebspatienten, die durch die Erkrankung finanziell in Not geraten sind, beim Härtefonds eine Unterstützung beantragen (www.krebshilfe.de).

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