„Für mich war es sehr
hilfreich, dass
mein Umfeld mich getragen hatund mich so angenommen
hat wie ich mich fühlte und
ohne Haare aussah.“
Gesina, 57,
Diagnose Eierstockkrebs Oktober 2016,
Schleswig-Holstein

Anhalt für Bösartigkeit

Was bedeutet Grading?

Anhand einer Gewebeprobe aus dem Tumor wird das so genannte Grading unter dem Mikroskop durchgeführt. Dabei untersucht der Pathologe, wie stark sich die Krebszellen, z. B. beim Eierstockkrebs, von gesundem Eierstockgewebe unterscheiden. Grundsätzlich gilt: Je weiter sich die Tumorzellen vom Zelltyp des Ursprungsgewebes entfernt haben, desto ungünstiger sind die langfristigen Erfolgsaussichten der Therapie.

Ärzte unterscheiden im Allgemeinen folgende Grade:

  • Grad 1 (G1) bedeutet, dass das Tumorgewebe dem normalen Eierstockgewebe noch stark ähnelt und sich weniger aggressiv verhält. Mediziner sprechen von „gut differenzierten“ (weniger bösartigen) Krebszellen.
  • Grad 2 (G2): Hier weicht das Tumorgewebe stärker von gesundem Eierstockgewebe ab und es zeigt eine höhere Wachstumsrate („mäßig differenziert“).
  • Grad 3 (G3): Dieses Tumorgewebe ähnelt dem normalen Gewebe kaum oder gar nicht mehr und es weist eine sehr hohe Wachstumsrate auf („schlecht differenziert“ oder „undifferenziert“).
  • GX bedeutet, dass der Grad der Differenzierung nicht bestimmt werden kann oder noch nicht bestimmt worden ist.

Das Grading liefert Anhaltspunkte für die Bösartigkeit eines Tumors. Zusammen mit verschiedenen anderen Faktoren trägt es zur Einschätzung der Prognose der Patientin bei.

Waren diese Informationen für Sie hilfreich?

Vertiefen Sie Ihr Suchgebiet

Worauf kommt es bei der Therapieplanung an?
Warum ist eine Operation so wichtig?
Ist eine Chemotherapie erforderlich?
Was versteht man unter Antikörpertherapie?
Hilft Strahlentherapie?
Was sind PARP-Inhibitoren?
Supportivtherapie – was ist das?
Checkliste Therapie

Quellen: