„Für mich war es sehr
hilfreich, dass
mein Umfeld mich getragen hatund mich so angenommen
hat wie ich mich fühlte und
ohne Haare aussah.“
Gesina, 57,
Diagnose Eierstockkrebs Oktober 2016,
Schleswig-Holstein

Ein ausgedehnter Eingriff kann das Überleben verbessern

Wie wird bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs operiert?

Etwa drei von vier Ovarialkarzinomen befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, wenn sie entdeckt werden. In diesen Fällen hat sich die Tumorerkrankung bereits auf andere Organe im Becken oder in der Bauchhöhle ausgebreitet oder Fernmetastasen, z. B. in der Lunge, gebildet.

 

Möglichst alle Tumoranteile entfernen


Nach Meinung der Experten soll fortgeschrittener Eierstockkrebs operativ so umfangreich entfernt werden, dass mit bloßem Auge keine Tumorreste mehr zu sehen sind. Ärzte sprechen von einer „makroskopischen Komplettresektion“. Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Operationsschritten wird bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs das befallene Bauchfell, das die Bauchhöhle auskleidet, entfernt. Häufig muss der Operateur auch die Anteile des Bauchfells entnehmen, die die Organe bedecken.

Wenn es der Gesundheitszustand der Patientin erlaubt, sollen auch vom Krebs befallene Organe oder Organteile (z. B. betroffene Darmabschnitte) entnommen werden, wenn auf diese Weise Tumorfreiheit erzielt werden kann oder Komplikationen wie etwa ein Darmverschluss verhindert werden können. Studien belegen, dass das Leben der Patientinnen durch die beschriebenen umfangreichen Operationsschritte verlängert werden kann.

Wenn der Darm befallen ist
Fortgeschrittener Eierstockkrebs befällt oft auch den Darm, so dass es notwendig ist, die betroffenen Abschnitte herauszuoperieren, um Tumorfreiheit zu erreichen. Die Enden des verbleibenden Darms werden zusammengenäht, so dass die Darmpassage wiederhergestellt ist. In einigen Fällen muss der Operateur einen (vorübergehenden) künstlichen Darmausgang (Stoma) anlegen.

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