„Für mich war es sehr
hilfreich, dass
mein Umfeld mich getragen hatund mich so angenommen
hat wie ich mich fühlte und
ohne Haare aussah.“
Gesina, 57,
Diagnose Eierstockkrebs Oktober 2016,
Schleswig-Holstein

Ein Eingriff, der nicht spurlos vorübergeht

Welche Nebenwirkungen und Folgen können durch die Operation auftreten?

Die umfangreiche Operation (OP) bei Eierstockkrebs ist ein belastender Eingriff, von dem sich viele Patientinnen erst nach und nach erholen. Wie bei jeder Operation sind Komplikationen und auch Spätfolgen möglich wie z. B. Blutungen, Schmerzen, Wundheilungsstörungen oder Infektionen. Da Lymphknoten im Becken- und Bauchraum entfernt werden, fließt die Gewebsflüssigkeit ggf. nicht mehr richtig ab, so dass Lymphödeme entstehen können (Schwellungen im Genitalbereich, in der Leistengegend und in den Beinen). Die genannten Nebenwirkungen können u. a. mit Schmerzmitteln, Antibiotika oder Physiotherapie behandelt werden.

Je nach Umfang der Operation kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Manchmal ist das Wasserlassen erschwert. In einigen Fällen muss ein vorübergehender oder bleibender künstlicher Darm- oder Blasenausgang (Stoma) angelegt werden. Wenn die verbliebene Dickdarmstrecke lang genug ist und durch die nachfolgende Chemotherapie Tumorfreiheit erreicht wurde, kann prinzipiell eine Rückverlegung des Darmausgangs durchgeführt werden – aber das muss im Einzelfall und in Abstimmung mit der Patientin entschieden werden.

Die Operation hinterlässt eine große Narbe in der Bauchwand, die bei manchen Frauen später einen Bauchwandbruch begünstigt. Schmerzen im Bereich der Narbe und Vorwölbungen können erste Hinweise darauf sein und sollten mit dem Arzt besprochen werden. Ein Bauchwandbruch kann operativ behandelt werden.

Hormonentzugssymptome und Osteoporose

Bei Frauen vor der Menopause setzen nach der Operation aufgrund der Entfernung der Eierstöcke oft rasch Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, starkes Schwitzen, Stimmungsschwankungen und Scheidentrockenheit ein. Das Risiko für Osteoporose (brüchige Knochen) steigt aufgrund des Östrogenmangels. Viele dieser Beschwerden lassen sich jedoch behandeln (siehe unter Supportivtherapie)

Die Entfernung der inneren Geschlechtsorgane und die damit verbundene fehlende Hormonbildung können zu einer Beeinträchtigung des sexuellen Empfindens führen. Näheres dazu finden Sie hier.

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