BRCA-TEST
„Auf jeden Fall machen,
ich habe das BRCA1
Genmutation und das hilft mir weiterhin positiv zu denken, da es für mich weiterhin
gute Medikamente gibt!“
Manuela, 46,
Diagnose Eierstockkrebs Februar 2016,
Schleswig-Holstein

Chemotherapie mit einer anderen Substanz

Wie wird ein Platin-resistentes Rezidiv behandelt?

Ärzte unterscheiden beim Eierstockkrebs zwischen Platin-sensitiven und Platin-resistenten Rückfällen. Das ist wichtig, denn die beiden Rezidivformen müssen unterschiedlich behandelt werden. Bei der Erstdiagnose des Eierstockkrebses wird in der Regel eine Operation durchgeführt und im Anschluss eine Platin-haltige Chemotherapie verabreicht. Platin-sensitiv bedeutet, dass der Tumor auf diese Platin-haltige Chemotherapie angesprochen hat und frühestens sechs Monate danach wiederkehrt.

Eine Platin-haltige Chemotherapie hilft beim Platin-resistenten Rezidiv nicht

Eierstockkrebs gilt dagegen als Platin-resistent, wenn der Krebs innerhalb der ersten Monate nach der Chemotherapie zurückkehrt. In diesen Fällen hat die Platin-haltige Chemotherapie offensichtlich nicht ausreichend gewirkt. Daher wird bei einem Platin-resistenten Rezidiv das Medikament gewechselt und mit einem nicht Platin-haltigen Chemotherapeutikum behandelt. Verschiedene Substanzen kommen hierfür in Betracht, beispielsweise Topotecan oder pegyliertes liposomales Doxorubicin (s. Abb.). „Pegyliert liposomal“ bedeutet, dass der Wirkstoff Doxorubicin speziell zubereitet ist, so dass er besser vertragen wird und länger im Körper bleibt.

Ein Mittel genügt

Eine Kombination verschiedener Zytostatika scheint keine Vorteile zu bringen, daher behandeln Ärzte das Platin-resistente Rezidiv bei Eierstockkrebs in der Regel mit einem einzelnen Chemotherapeutikum (eine so genannte Mono-Chemotherapie). Unter bestimmten Voraussetzungen wird zusätzlich mit dem Antikörper Bevacizumab behandelt.

Ein Teil der Patientinnen mit Platin-resistentem Rezidiv profitiert möglicherweise von einer erneuten Operation. Ob ein chirurgischer Eingriff Erfolg verspricht, muss im Behandlungsteam diskutiert und mit der Patientin besprochen werden.

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Quellen: