BRCA-TEST
„Auf jeden Fall machen,
ich habe das BRCA1
Genmutation und das hilft mir weiterhin positiv zu denken, da es für mich weiterhin
gute Medikamente gibt!“
Manuela, 46,
Diagnose Eierstockkrebs Februar 2016,
Schleswig-Holstein

Das Wohlbefinden steht an erster Stelle

Wie kann die Palliativmedizin helfen?

Unter Palliativmedizin versteht man die Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einer unheilbaren, lebensbedrohenden Erkrankung. Die Versorgung der Kranken erfolgt dann „palliativ“, also lindernd. Wichtigste Aufgabe der Palliativmedizin ist es, die Lebensqualität der Patienten in der verbleibenden Lebenszeit zu bewahren und zu verbessern.

In der letzten Lebensphase geht es vor allem darum:

  • Beschwerden zu lindern
  • Unnötige Belastungen durch Untersuchungen und Therapien möglichst zu vermeiden
  • Die Schwerkranke pflegerisch, psychosozial und spirituell zu begleiten

Körperliche Symptome behandeln

Zu den Aufgaben der Palliativmedizin zählt die lindernde Behandlung körperlicher Beschwerden wie z. B. Schmerzen, Atemnot, Husten, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfung, da diese die Lebensqualität stark beeinträchtigen können. Viele dieser Symptome können heute gut behandelt werden. Beispielsweise können Schmerzen fast immer zufriedenstellend gelindert werden. In schwierigen Fällen sollte ein Arzt hinzugezogen werden, der über eine besondere schmerztherapeutische Qualifikation verfügt.

Geborgenheit vermitteln, Ängste auffangen

Patienten und ihre Angehörigen brauchen viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Das palliativmedizinische Konzept ist von großem Respekt vor der Selbstbestimmung und Würde des Menschen geprägt. Um Schwerkranke kompetent behandeln zu können, arbeiten auf einer Palliativstation unterschiedliche Berufsgruppen wie Ärzte, Pfleger, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter, Psychologen und Seelsorger zusammen. Den Pflegekräften kommt oft eine besondere Bedeutung zu, da sie den engsten Kontakt zu den Patienten und ihren Angehörigen haben und als Erste von Sorgen und Ängsten erfahren. Krankenpfleger und -schwestern tragen mit fürsorglicher Pflege und menschlicher Zuwendung oft entscheidend zum Wohlbefinden ihrer Patientin bei.

Psychologische und seelsorgerische Hilfe

In der letzten Lebensphase kommen bei vielen Schwerkranken Fragen und Ängste auf, die sehr belastend sein können. Hier können Psychologen den Schwerkranken dabei unterstützen, die persönlichen Themen zu bearbeiten und das gelebte Leben Revue passieren zu lassen und so den Abschied vom eigenen Leben und den damit verbundenen Menschen zu erleichtern. Psychologen sind auch wichtige Ansprechpartner für die Angehörigen, die oft ähnliche Fragen beschäftigen wie die Patientin – wenn auch unter einem anderen Blickwinkel. Auf vielen Palliativstationen gehört auch ein Seelsorger zum Team, der Sterbende in der letzten Lebensphase betreut und den Angehörigen zur Seite steht.

Palliativmedizinische Betreuung ist stationär und ambulant möglich

Eine palliativmedizinische Versorgung kann stationär – im Krankenhaus, Pflegeheim oder Hospiz – erfolgen oder auch ambulant, also in der Wohnung der Patientin. In beiden Fällen gibt es die Möglichkeit der allgemeinen und der spezialisierten Palliativversorgung.

Eine allgemeine (ambulante) Palliativversorgung (AAPV) reicht aus, wenn der Betreuungsbedarf des Patienten nicht so hoch ist. Die Behandler müssen in diesem Fall über palliativmedizinische Grundkenntnisse verfügen, aber nicht unbedingt spezielle palliativmedizinische Erfahrungen und Qualifikationen aufweisen.

Je komplizierter die Erkrankungssituation des Patienten ist, umso mehr Spezialkenntnisse und Aufwand erfordert die Versorgung. Die Betroffenen sollen in diesem Fall eine spezialisierte (ambulante) Palliativversorgung (SAPV) erhalten. Das bedeutet, dass die Erkrankten rund um die Uhr von speziell für die Palliativversorgung ausgebildeten Kräften betreut werden. Informationen zur regionalen AAPV und SAPV stellen u. a. die Krankenkassen zur Verfügung.

Auch die Angehörigen im Blick behalten

Die Begleitung einer Schwerkranken verlangt den Angehörigen kräftemäßig und emotional viel ab. Daher kümmert sich das Palliativteam immer auch um den pflegenden Partner und die Kinder der Kranken.

Wie Angehörige angemessen mit der Patientin umgehen können und wo es Hilfe gibt, wenn die Belastung steigt, lesen Sie hier.

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