„Krebs ist
nicht nur
negativ,
so gibt es auch viele
positive Eigenschaften,
neue Freundschatfen,
alte aussortieren, das
Leben neu, bzw. anders
organisieren.“
Manuela, 46,
Diagnose Eierstockkrebs Februar 2016,
Schleswig-Holstein

Gesund und mit Genuss essen

Worauf sollte ich bei meiner Ernährung achten?

Viele Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder eine Krebstherapie hinter sich gebracht haben, möchten aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Die Ernährung bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, selbst eine gute Basis für die Abwehrkräfte des Körpers, aber auch für Lebensqualität und Wohlbefinden zu schaffen.

Um es gleich vorwegzunehmen: Eine spezielle „Krebsdiät“, die den Tumor gezielt angreift, „aushungert“ oder garantiert, dass der Tumor nie mehr zurückkehrt, gibt es bisher nicht – auch wenn Schlagzeilen dies immer wieder versprechen. Eine gesunde Ernährung kann aber sehr wohl eine Krebstherapie positiv beeinflussen, das Immunsystem unterstützen und Mangelzuständen entgegenwirken.

Wenn keine besonderen Beschwerden wie z. B. Übelkeit vorliegen, empfehlen Experten eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung, wie sie auch alle gesunden Menschen zu sich nehmen sollten. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in der Broschüre „Gesunden Appetit! – Vielseitig essen – Gesund leben – Präventionsratgeber“ der Deutschen Krebshilfe.

Was die Krebsforschung rät
Der World Cancer Research Fund empfiehlt unter anderem:

Vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke.
 

Essen Sie wenig rotes Fleisch und vermeiden Sie möglichst den Verzehr von verarbeitetem Fleisch.
 

Trinken Sie wenig oder keinen Alkohol.
 

Konsumieren Sie wenig Salz.
 

Achten Sie darauf, dass Sie keine verschimmelten Nahrungsmittel essen, darunter fallen auch Edelschimmelnahrungsmittel wie Blauschimmelkäse, Camembert und Salami mit einer Edelschimmelhaut.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat Regeln zur vollwertigen Ernährung definiert. Darin finden sich unter anderem folgende Ratschläge:

Mindestens 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst pro Tag essen.
 

Bei Brot, Nudeln, Reis und Mehl ist die Vollkornvariante die beste Wahl für die Gesundheit.
 

Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse täglich verzehren, Fisch ein- bis zweimal pro Woche. Wenn Fleisch gegessen wird, dann nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche.
 

Pflanzliche Öle wie Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette bevorzugen. Versteckte Fette (z. B. in Süßigkeiten, Kuchen und Wurst) meiden.
 

Mit Zucker gesüßte Lebensmittel und Getränke sind nicht empfehlenswert.
 

Rund 1,5 l Flüssigkeit täglich trinken – am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee.
 

Lebensmittel so kurz wie möglich garen, wenig Wasser und wenig Fett verwenden.


Nahrungsergänzungsmittel mit dem Arzt absprechen


Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Salat und Nüssen deckt im Allgemeinen den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie Ihren Bedarf nicht über Lebensmittel decken können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob in Ihrem Fall ein Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein könnte.


Falls bei Ihnen aktuell eine Krebstherapie durchgeführt wird, achten Sie bitte darauf, ob bestimmte Nahrungsmittel vermieden werden müssen. Manche Medikamente sollen z. B. nicht zusammen mit Grapefruits oder Orangen oder Fruchtsäften mit deren Bestandteilen eingenommen werden.

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